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Wer die Schwebebahn mag,
wird die Seilbahn lieben.

01.10.2017

Die BUGA 2025: wie werden die Ausstellungsgelände angebunden?

Die BUGA 2025 in Wuppertal: Eine weitere Chance für unsere Stadt, sich einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren und bei der Stadtraum- und Grünflächengestaltung innerhalb kürzester Zeit einen großen Schritt nach vorn zu machen. Als positiv denkende und vorwärts gerichtete Initiative unterstützen wir Pro-Seilbahner natürlich auch dieses Projekt.

Vorsorglich zurückgehalten haben wir uns bisher allerdings mit Vorschlägen zur Verkehrsanbindung der einzelnen Ausstellungsgelände in die Stadt und untereinander, sofern ein dezentrales Konzept zum Tragen kommt. Natürlich rechnen wir durchaus damit dass von den BUGA-Machern hier auch eine oder mehrere (!) Seilbahnlösungen vorgeschlagen werden könnten, wollten aber eigentlich der bewährten Planer-Chronologie:

1) Konzept erarbeiten, zentrale Ausstellungsfläche oder dezentral

2) Flächen auswählen

3) Verbindungs-/ Entwicklungsachsen definieren

4) geeignetes Verkehrsmittel finden

nicht vorgreifen. Offensichtlich liegen Seilbahnlösungen für BUGA-Verkehre aber so auf der Hand, dass sich dann eben auch jemand anders Gedanken macht, wenn wir es nicht tun, z.B. Rundschau-Leser Dietmar Gräser: Er schlägt für den Fall des Scheiterns der BUGA-Bewerbung als Plan B eine verkleinerte Landesgartenschau auf der Hardt und eine

"einfache kleine Kabinenseilbahn (6-8 Kabinen mit 6-8 Sitzplätzen) vor, die vom Neuenteich (Wiese hinter ALDI) zur Wiese hinter den Gewäwchshäusern am Elisenturm" führen würde"

vor. Die Streckenlänge beträgt etwa 600 m, die Fahrtdauer bei 9 Kmh Fahrgeschwindigkeit liegt dann bei 3 1/2 Minuten. Dies ergibt bei 8 Kabinen mit 8 Plätzen eine Beförderungskapazität von 480 Personen pro Stunde und Richtung. Bei größerem Andrang könnte die Fahrgeschwindigkeit erhöht und damit die Kapazität gesteigert werden.

Eine grafische Darstellung des für uns möglichen Streckenverlaufs finden Sie hier.

Hierbei haben wir darauf geachtet, dass keine Privatgrundstücke überquert werden, im Bereich St. Marien / Wortmannstraße wird es allerdings trotzdem noch "eng". Dafür liegt die "Talstation" aber etwas weiter von der Innenstadt entfernt.

 

Bewertung:

Die von Herrn Gräser vorgeschlagene Linie erfüllt alle Anforderungen einer "klassischen" BUGA-Seilbahn, in dem sie von der Innenstadt auf den höchstgelegenen Punkt des Ausstellungsgeländes führt und dabei während der Fahrt einen guten Ausblick auf das Gelände ermöglicht.

Eine solche Ausstellungs-Seilbahn fällt allerdings rechtlich nicht unter den Begriff des ÖPNV, wenn sie also -wenn auch nur zeitlich befristet- errichtet werden soll, ist das Einverständnis der betroffenen Grundeigentümer und der Erwerb von Wegerechten auf privatrechtlicher Basis erforderlich. Enteignungen wären nicht möglich!

Als Seilbahnfreunde sehen wir es natürlich ungern, wenn eine Anlage nach Beendigung der BUGA wieder abgebaut werden müsste, wir bevorzugen daher Projekte, die von vornherein als reguläre ÖPNV-Linien geplant und daher auch nach Abschluss der BUGA auf Dauer weiter betrieben werden können. Die Strecke sollte daher nicht bereits auf dem BUGA-Gelände enden, sondern darüber hinaus zu einem Siedlungsschwerpunkt oder einem (weiteren) ÖPNV-Verknüpfungspunkt mit mit dauerhaft ausreichender ÖPNV-Nachfrage weitergeführt werden. Vorbildlich geplant ist hier die IGA-Seilbahn Berlin, auch wenn sie jetzt evtl. doch nicht in den Verkehrsverbund aufgenommen wird.

 

 


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