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Wer die Schwebebahn mag,
wird die Seilbahn lieben.

15.11.2017

Auswärtsspiel Nr. 3

Wir waren mal wieder da wo es weh tut. Die Seilbahngegner hatten zu einer Veranstaltung unter dem Motto „Braucht Wuppertal eine Seilbahn?“ nach Cronenberg geladen. Wie zu erwarten konnte der Verfasser (62) den Altersschnitt des Publikums deutlich senken. Referenten gab es wie zu erwarten nur von Seiten der Gegnerorganisation.

Eröffnet wurde der Abend mit einem  „Grußwort“ des stv. Bezirksbürgermeisters. Die 1. Bezirksbürgermeisterin hatte man wohlweislich nicht eingeladen, deren Meinung passte offensichtlich nicht ins Weltbild. Der Stellvertreter ist dagegen als zuverlässiger Seilbahngegner verortet. Im wesentlichen argumentierte er mit den angeblich durch das Seilbahnprojekt zu befürchtenden Angebotskürzungen im Busverkehr. Uns dagegen ist nicht bekannt, dass sich die BV in der Vergangenheit, insbesondere bei den massiven Streichungen im Jahre 2012 für einen Erhalt des Cronenberger Busangebotes eingesetzt hätte. Stattdessen behauptete er doch allen Ernstes sinngemäß, die Seilbahnplanungen seien im wesentlichen aus der persönlichen Geltungssucht einiger Personen entstanden.

Der Fahrgastverband ProBahn bedankt sich recht herzlich für diese Form der  freundlichen Würdigung seiner Arbeit. So wird jede Form bürgerschaftlichen Engagements unterdrückt.

Danach folgte eine ausgedehnte „Anprangerung“ von Personen und Institutionen mit Namensnennung, die es gewagt hatten, einer Vorladung zur Trassenbegehung mit den Gegnern bislang keine Folge zu leisten, oder sich öffentlich für das Projekt auszusprechen (IHK, Uni,  Wuppertal-Institut). Deren Motive wurden durchweg als unlauter abgetan.

Schließlich wurde auch wieder das übliche Zahlenwerk präsentiert. Neben den bekannten falschen bzw. entscheidungsunerheblichen Zahlen zu Platzangebot und Reisezeitvergleichen wurden auch neue falsche bzw. entscheidungsunerhebliche Werte präsentiert, z.B. sinngemäß „Mit der Seilbahn wird nur ein Fußweg von 1,3 Km ersetzt“. Hier wird mal eben die Luftlinienentfernung zwischen Hbf und Mittelstation mit dem Gehweg gleichgesetzt, und das, obwohl ansonsten doch jede Treppenstufe einzeln gezählt wird, wenn es darum geht, der Seilbahn lange Fußwege anzudichten.

Dann habe  im Bürgerbeteiligungsverfahren die Redezeit für die Gegner nur 20 Minuten betragen im Vergleich zu 40 Minuten für die Wirtschaftsförderung. Dieser Vergleich ist irreführend. Die Gegner können sich bei ihrer Redezeit nicht mit Fachreferenten sondern nur mit uns Befürwortern vergleichen und die Redezeit unseres Referenten betrug ebenfalls 20 Minuten. Es führt ja wohl nicht zu einer Fehlerhaftigkeit des Bürgergutachtens, wenn sich bei der Erarbeitung des Themas keine weitere Institution grundsätzlich gegen Seilbahnprojekte ausspricht und die Gegner mit ihrer generellen Ablehnung allein auf weiter Flur sind.

Schließlich würden die vsl. Einnahmen pro Fahrt nur bei 1,08 € liegen,  damit wäre eine Wirtschaftlichkeit des Projekts nicht gegeben. Hier wurde verschwiegen, dass es sich bei dem genannten Betrag um einen Mittelwert über alle Verkehrsmittel im VRR handelt, der daher überhaupt nichts mit dem System Seilbahn zu tun hat.

Insgesamt überwog daher nach unserer Einschätzung im Vergleich zu objektiven Fakten wieder einmal die Desinformation, was aber bei diesem Auditorium durchaus ankam. Es handelte sich eben mehrheitlich, wie bereits gesagt, um ein älteres, offenbar veränderungsunwilliges Publikum, welches die Zukunft unserer Stadt gerne aussitzen möchte. Oder ganz aktuell mit den Worten der L419-Gegner: "Am besten bleibt alles wie es ist"


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