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Wer die Schwebebahn mag,
wird die Seilbahn lieben.

05.10.2018

Buslinien-Kürzungen, WZ-Artikel von heute, 05.10.2018

In ihrer heutigen Ausgabe geht die WZ unter dem Titel „Stadtwerke dünnen Buslinien aus“ ausführlich auf unsere Darstellung der Angebotskürzungen ein. In ihrer Gegenäußerung bestreiten die WSW, dass die Kürzungen im Zusammenhang mit den Verlusten aus dem Kraftwerk Wilhelmshaven stünden. WSW Mobil habe sich selbst zu einer Deckelung des Zuschussbedarfs auf 45 Mio.€ verpflichtet. Dazu würden die Haltestellen „Wall“ und „Morianstraße“ um bis zu 250 Busfahrten täglich „entlastet“.

Unser Kommentar:

Die „Entlastung“ der beiden City-Haltestellen resultiert im Wesentlichen aus der Laufwegsverkürzung u.a. der Linien CE 64 und 615, die die City künftig nicht mehr anfahren sondern am ZOB enden, sie stellt also tatsächlich eine zusätzliche Angebotsreduzierung dar!

Zudem gehen  die WSW in der Gegenäußerung nicht auf die erheblichen betrieblichen Mehraufwendungen ein, die der neue ZOB mit seiner abseitigen Lage und unzureichenden Zufahrten verursachen wird. Überhaupt ist der Verkehrsbetrieb für die Misere u.E. kaum verantwortlich zu machen. Ein monetäres Einsparziel wird durch den kaufmännischen Vorstand vorgegeben und ist sodann in einzusparende Buskilometer zu übersetzen, zumeist unabhängig von der Verkehrsnachfrage oder dem angeblichen politischen Ziel eines ÖPNV-Ausbaus. Zudem ist in der Vergangenheit durch zahlreiche verkehrspolitische Konfliktentscheidungen zugunsten des IV der Betriebsablauf des Busverkehrs und damit die Reisezeit und Attraktivität für die Fahrgäste z.T. unzumutbar verschlechtert worden. Wenn nunmehr auch im Abendverkehr teilweise kein verlässliches Angebot mehr aufrecht erhalten werden soll, so wird dies auch zu Fahrgastverlusten in den übrigen Tageszeiten führen.

Eine wünschenswerte Mobilitätswende im Sinne des „Green-City-Plans“ mit zusätzlichen Fahrgästen im ÖPNV ist auf diese Weise nicht zu erzielen, es wird eher das Gegenteil passieren.

Wir bleiben daher unter dem Gesichtspunkt der Verlässlichkeit und  Attraktivitätssteigerung bei unserer Forderung nach Bau der Seilbahn. Zum Vergleich: Die Uni-Expresse erhalten durch den neuen ZOB einen weiteren Zeitzuschlag, so dass die Fahrt mit künftig mit 15 Min. 5 (!) mal so lange dauert wie mit der Seilbahn (3 Min.).

Zudem ist ein neues ÖPNV-Finanzierungsinstrument dringend erforderlich. Ein Konzept für ein solidarisches Bürgerticket liegt vor, es sind aber auch andere Tarifgestaltungen und Einnahmequellen denkbar. Es wird höchste Zeit dass die Diskussion hierzu in Gang kommt.


Kommentare (5)

  1. KARL Heukelbach am 08.10.2018
    hallo. es sind ja nicht nur die Linien ce64 ,615 die den wall /Morianstrasse sondern auch 601/611/615/619/649/ce62/ce64/sb67/sb68
  2. Red. am 08.10.2018
    Das stimmt (leider). Allerdings sind die Li. 601, 611, 619 und 649, SB 67 und 68 nur baustellenbedingt durch die City gefahren.
    Dass die unproduktive Schleife über Schauspielhaus - Am Wunderbau jetzt entfällt, ist einer der wenigen Vorteile des neuen ZOB.
    Den CE 62 haben wir in der Tat übersehen, um den SB 68 müssen wir uns nicht mehr großartig kümmern, er wird ja durch die Regiobahn ersetzt
  3. Lars am 11.10.2018
    Zwar nur ein Mal pro Stunde, aber ich habe da noch einen Nachteil entdeckt. Der SB 67 zur RuhrUni fährt offenbar nicht über den neuen Busbahnhof. Er wendet über die Morianstr. und fährt dann auf die B7 in Richtung Osten. Der neue ZOB ist im Linienband nicht genannt. Gerade der SB 67 ist eine äußerst beliebte Verbindung in Richtung Sprockhövel, Bochum und natürlich der Ruhruniversität. Kein direkter Umstieg möglich. Da baut man einen ZOB, und eine wichtige Umsteigeverbindung entfällt auch weiterhin nach der Fertigstellung des Döppersberg.
  4. Red. am 12.10.2018
    Anscheinend würde die An-und Abfahrt zum ZOB soviel Zeit kosten, dass ein Zusatzkurs eingelegt werden müsste, also wird der Laufweg verkürzt. Das gleiche wie beim NE 1, der den Bereich Dasnöckel deshalb nicht mehr anfährt. Schlimm genug dass der neue ZOB die Durchmesserlinien hoffnungslos ausbremst. Wenigstens die Linien mit dem Anfangs- und Endpunkt W-Hbf. sollten den ZOB dann doch vernünftigerweise bedienen. Was für eine absurde Fehlkonstruktion !
    Aber: Alternativ wäre ja mal zu überlegen, die SB 67 in Oberbarmen starten zu lassen und die gesamte Parallelfahrt zum SPNV zu sparen. Aus diesem Grund fährt die Linie in BO ja auch nicht bis zum Hbf.
  5. Lars am 17.10.2018
    Bezüglich des SB 67 gibt es allerdings mittlerweile zwei unterschiedliche Angaben im Linienband. Nach dem ich auf Grund eines Hinweises mehrere Plattformen getestet habe, erschien der Hbf im Linienband wenn man über die WSW- Move oder VRR App gesucht hat. Abfahrt immer ,31. In der DB App taucht nach Morianstr. stand heute die Haltestelle Haspel auf. Mal abwarten.

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