Sie haben noch Fragen zum Seilbahn-Projekt Wuppertal? Sie möchten wissen, was auf Sie zukommt, bevor Sie eine Entscheidung treffen?

Das ist verständlich, denn Veränderungen bringen Fragen mit sich. Bevor man etwas Neues wagt, wägt man Vor- und Nachteile ab. Man prüft das Vorhaben sorgfältig. So haben auch der Rat der Stadt und die WSW das Projekt einer Seilbahn gründlich auf Umsetzbarkeit, verkehrlichen Nutzen und Wirtschaftlichkeit abklopfen lassen. Das Ergebnis spricht eindeutig für die Seilbahn!

Wir sollten uns das Geld von Bund und Land sichern – denn die Förderung ist ausschließlich für Nahverkehrsprojekte vorgesehen. Wir können es nicht für etwas anderes verwenden.

Ganz klar: Wir müssen in Wuppertal noch eine ganze Reihe anderer „Baustellen“ anpacken. Die Schwebebahn fährt momentan nicht, es fehlen genügend gut ausgebaute Fahrradwege und Kitas. Doch werden diese Herausforderungen nicht schneller oder besser gelöst, wenn die Seilbahn nicht gebaut wird – oder umgekehrt: Die Seilbahn bremst andere Projekte nicht aus.

Überzeugen Sie sich selbst: Hier finden Sie die Contra-Argumente im Check.

 

Die Argumente der Seilbahn-Gegner

100 Millionen € für eine fixe Idee: Die teuerste Seilbahn der Welt

FALSCH! Seilbahnen sind keine fixe Idee, sondern weltweit erfolgreich, der Preis hängt von der Streckenlänge, Bauart und Zahl der Zwischenstationen ab. Das Wuppertaler Projekt liegt mit voraussichtlich 85 bis 90 Millionen Euro im Rahmen. Zum Vergleich: Für Seilbahnen in Bochum sind 150 Millionen Euro angesetzt, für Graz 218 Millionen Euro, für Linz 283 Millionen Euro.

 

Halbierung des Busverkehrs in der Südstadt

FALSCH! Es werden die CE- und Uni-Express-Linien gestrichen, die die Südstadt gar nicht bedienen, ansonsten erfolgt eine verkehrsgerechte Anpassung des Busnetzes mit Ergänzung durch neue Bedienungsformen. Alle Haltestellen in der Südstadt werden weiter angefahren.

Das Planfeststellungsverfahren verbrennt 10 Millionen Euro

FALSCH! Die Summe 10 Mio.- Euro ist aus der Luft gegriffen. Die Kosten des Planfeststellungsverfahrens können als Teil der Gesamtmaßnahme mit bis zu 90 Prozent gefördert werden.

 

Reisezeiten: katastrophal für Cronenberg und schlecht für die Uni

Falsch! Keine Fahrzeit wird sich gegenüber dem aktuellen Fahrplan verlängern, aber sehr viele verkürzen. Die Gegner übersehen  die Linienführungen über den neuen Busbahnhof. Die Fahrzeit bis Hahnerberg liegt zur Zeit regelmäßig staubedingt nicht unter 20 Minuten. Der Umstieg in die Seilbahn erfolgt ohne Wartezeiten wie auf eine Rolltreppe. Alle Direktverbindungen mit den Linien 615 und 625 bleiben erhalten.

Überfüllte Uni-Busse: ein Mythos

Schön wär‘s. Fragen Sie die täglichen Nutzer und Nutzerinnen – sie sind anderer Auffassung!

Großbaustellen zerstören Wälder und Gärten

AUFGEPASST! Nach Abschluss der Bauarbeiten werden alle Grundstücke wieder hergerichtet. Umfahrung der Cläre-Blaeser-Straße und Quellgebiet Hatzenbecker Bach AUFGEPASST! Eine rücksichtsvolle Streckenführung wird angestrebt, das Nähere regelt das Planfeststellungsverfahren.

Überfahren von Privatgrundstücken

AUFGEPASST! Für die überquerten Grundstücke gibt es eine angemessene Entschädigung. Schutz vor unerwünschter Einsichtnahme kann durch selbst eintrübende Fenster ermöglicht werden.

 

Umfahrung der Cläre-Blaeser-Straße und Quellgebiet Hatzenbecker Bach

Eine rücksichtsvolle Streckenführung wird angestrebt, das Nähere regelt das Planfeststellungsverfahren.

Unnötiges Ziel Schulzentrum Süd

FALSCH! Das Schulzentrum Süd ist ein wichtiges Verkehrsziel. Hier befindet sich neben dem ausgebauten Schulzentrum Süd das Schwimmleistungszentrum. Außerdem ist es ein wichtiger Umsteigepunkt. Die Südhöhen werden – gerade bei Schneefall und Chaos auf den Straßen –  komplett erreicht. Plus: Die Option der Verlängerung bis Cronenberg-Mitte wird so offengehalten!

Die Barmer haben nichts davon.

FALSCH! Die Seilbahn ist der Einstieg in ein stadtweites Maßnahmenpaket „Neue Mobilität“, von dem dann zukünftig alle Wuppertaler und Wuppertalerinnen profitieren werden.

Nur 3 Stationen? Das ist eine schlechte Erschließung.

FALSCH! Seilbahnen sind zur Bedienung weniger aufkommenstarker Schwerpunkte da. Die Feinerschließung für die weniger nachgefragten Haltestellen erfolgt weiterhin per Bus.

Umsteigezwang

AUFGEPASST! Der Umstieg in die Seilbahn erfolgt ohne Wartezeiten wie auf eine Rolltreppe. Die Direktverbindungen mit den Linien 615 und 625 bleiben erhalten. An der Talstation wird eine Anzeigetafel über die Abfahrzeiten der Busse am Schulzentrum Süd informieren.

Die Kosten laufen davon.

FALSCH! Das ist eine unbewiesene Vermutung. Im Gegenteil: Eine Seilbahn besteht zu einem großen Teil aus vormontierten Fertigteilen und ist damit sehr gut kalkulierbar.

Keine Touristenattraktion, da keine attraktiven Ziele

DARUM GEHT’S NICHT! Die Seilbahn ist ein städtisches Verkehrsmittel! Sie dient zuerst dem täglichen Verkehr zur Uni und zum Schulzentrum Süd. Dazu kommen noch lokale Freizeitverkehre zur Sambatrasse / Burgholz. Zusätzliche Touristen von auswärts sind natürlich willkommen.

Autofahrer haben nichts von einer Seibahn.

FALSCH! Autofahrer profitieren durch eine Entlastung des Straßennetzes. Dadurch gibt es weniger Staus, Fahrverbote werden vermieden.